Leitung:
Prof. Dr. H.-J. Steiger
Prof. Dr. med. D. Hänggi (Stellvertr. Direktor der Klinik)
Team Neurochirurgie
Prof. Dr. H.-J. Steiger
Prof. Dr. med. D. Hänggi (Stellvertr. Direktor der Klinik)
Dr. med. Nima Etminan (Oberarzt)
Team Neuroradiologie:
PD Dr. B. Turowski
Dr. S. Macht
Kooperationen:
- Stroke Unit, Neurologische Klinik, Heinrich-Heine Universität (Prof. Dr. S. Jander)
- Gamma-Knife Zentrum Krefeld (Dr. G. Horstmann)
| Vaskuläre Neurochirurgie |
|
|
|
Neurovaskuläre SprechstundeDonnerstag 09.00-16.00 Uhr Die vaskuläre Neurochirurgie befasst sich mit der Diagnose und Therapie von akuten sowie chronischen Erkrankungen der Gefäße des Gehirns sowie des Rückenmarks. Das optimale Management dieser Erkrankungen erfordert ein multidisziplinäres Programm in welchem unsere Spezialisten der Bereiche Neurochirurgie, Neuroradiologie, Neurologie sowie Radiochirurgie täglich zu jeder Zeit involviert sind. Das Zentrum für vaskuläre Neurochirurgie des Universitätsklinikums Düsseldorf bietet ein modernes vollständiges Spektrum der Diagnostik und Therapie auf höchstem Niveau unter Verwendung minimal invasiver Techniken und modernster Bildgebung. Krankheitsbilder:
Karotisendarterektomie
Trigeminusneuralgie Aneurysma der Hirngefäße
Ein Aneurysma ist eine sackartige Ausstülpung einer Arterie. Es entwickelt sich typischerweise auf dem Boden einer angeborenen Gefäßwandschwäche. Man unterscheidet prinzipiell symptomatische und nicht-symptomatische (inzidentelle) Aneurysmen. Bei Vorliegen eines symptomatischen Aneurysmas besteht in der Regel immer eine Behandlungsindikation wohingegen bei den inzidentellen Aneurysmen das zukünftige Blutungsrisiko (für jedes Aneurysma verschieden) entscheidend für die Empfehlung einer Therapie ist. Aneurysmen können prinzipiell endovaskulär (Coiling) oder durch eine Operation (Clipping) therapiert werden. Die Empfehlung der Therapieform und die Erläuterung der Problematik erfolgt in unserer interdisziplinären Sprechstunde.
Weitere Auskünfte: Informationsblatt Aneurysma Aneurysmatische Subarachnoidalblutungen erfordern eine sofortige und umfassende Therapie durch ein interdisziplinäres Kompetenzteam. Das Notfall- und Intensivmanagement ist von entscheidender Bedeutung für die Erholung der Patienten. Die notwendigen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen werden nach standardisierten Abläufen durch Spezialisten gewährleistet. Die Ausschaltung des häufig (90%) ursächlichen Aneurysmas wird endovaskulär (Coiling) oder chirurgisch (Clipping) möglichst früh durchgeführt um weiteren Blutungen vorzubeugen.
    Â
Die Verfeinerung der Intensivbehandlung nach Subarachnoidalblutung und Ausschaltung des Aneurysmas ist für die Prognose von ausschlaggebender Bedeutung. Mit Betonung auch dieser Intensivbehandlung wird in unserem Zentrum eine ausgedehnte Diagnostik (Doppler, Perfusions-CCT, Angiographie) zur Früherkennung und gegebenenfalls schnellen Behandlung von Durchblutungsstörungen des Gehirns im Rahmen des möglichen Vasospasmus durchgeführt.
Unsere Forschung im Bereich Subarachnoidalblutung konzentriert sich auf das bis anhin nicht gelöste Problem des Vasospasmus. Die Bedeutung der zisternalen Lavage nach operativer und endovaskulärer Aneurysma-Ausschaltung ist ein Schwerpunkt innovativer Ansätze zur Verbesserung der Prognose. Im Grundlagensektor wird die Bedeutung der lokalen Therapie des Vasospasmus durch verschiedene Pharmaka untersucht. Arteriovenöse Malformation (AVM)/AngiomKavernom/Kavernöses Angiom
Weitere Auskünfte: Informationsblatt AVM
Durale arteriovenöse Fistel/Spinale arteriovenöse Fistel
![]() Bei der spinalen arteriovenösen Fistel handelt es sich um eine Kurzschluss einer Arterie und Vene der Hirnhaut der Rückenmarkshaut. Der Fistelpunkt lieget ebenfalls innerhalb der Hirnhaut. Man unterscheidet zwischen einer symptomatischen und nicht-symptomatischen Fistel. Symptomatische Fisteln können führen meist zu Lähmungen. In Abhängigkeit vom Typ der vaskulären Malformation kann eine Schädigung des Rückenmarks durch Blutung, venöse Stauung, Durchblutungsstörung, Raumforderung oder eine infolge spinaler Subarachnoidalblutung entstandene Arachnoiditis hervorgerufen werden. Die Diagnostik, Beratung und Behandlung erfolgt interdisziplinär (Neurochirurgie/Neuroradiologie).
Kavernome sind erweiterte Hohlräume mit Kontakt zum Kapillarsystem. Kavernome können an vielen Stellen des Gehirns oder Rückenmarks auftreten. Kavernome können familiär gehäuft auftreten. Kavernome können symptomatisch oder nicht-symptomatisch sein. Häufige Symptome sind Krampfanfälle, Kopfschmerzen und Blutungen. Bei Auftreten von Symptomen besteht in der Regel eine Behandlungsindikation. In der Behandlung hat sich ausschließlich die operative Therapie in minimal invasiver Technik bewährt. Hirnblutung (Intrazerebrales Hämatom)
Intrazerebrale Hämatome erfordern eine sofortige und umfassende Therapie durch ein interdisziplinäres Kompetenzteam. Das Notfall- und Intensivmanagement ist von entscheidender Bedeutung für die Erholung der Patienten. Die notwendigen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen werden nach standardisierten Abläufen durch Spezialisten gewährleistet. Die Entscheidung über ein operatives oder konservatives Vorgehen wird im Einzelfall entsprechend verschiedener Kriterien durch die Spezialisten getroffen. Als operatives Verfahren scheint sich eine minimal invasive Methode durchzusetzen, welche wir wenn immer möglich favorisieren. Durchblutungsstörungen des Gehirns
|
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 10. Mai 2012 um 16:00 Uhr |
Vaskuläre Neurochirurgie



   
    Â
Bei der zerebralen Arteriovenösen Malformation handelt es sich um eine Gefäßfehlbildung, die in Kurzschlussverbindungen (Nidus) zwischen zerebralen Arterien und Venen ohne zwischengeschaltetes Kapillarbett besteht. Mit bis zu 80% häufigstes Symptom ist die Blutung, gefolgt von einem zerebralen Anfallsleiden und neurologischen Defiziten. Zunehmend werden Arteriovenöse Malformationen im Rahmen einer schnittbilddiagnostischen Abklärung zufällig diagnostiziert. Die Behandlung der Arteriovenösen Malformation ist in den letzten Jahren auch durch Einführung der endovaskulären Katheterbehandlung (Embolisation) und der Radiochirurgie (Gamma-Knife Therapie) dramatisch verbessert worden. Die Behandlungsmethoden unterscheiden sich nicht wesentlich in dem schlussendlichen Resultat aber bezüglich der kurzfristigen Belastungen und Risiken. Das Management von Angiomen wird interdisziplinär über ein Kompetenznetz (Neurochirurgie,



